In den letzten Jahren wurde das neue 4G-Mobilfunknetz LTE stark ausgebaut. Tarife und Performance können mit denen von Kupfer-, TV-Kabel oder sonstigen Funklösungen vor allem in ländlichen Gegenden sehr gut mithalten. Mittlerweile können auch LTE-Router z.B. als Backup-Internetverbindung des Betriebes dienen oder gleich die Festnetzleitung für’s Internet ersetzen (VoIP oder VPN dauerhaft über LTE zu betreiben ist jedoch eher [noch] nicht empfehlenswert).

Hier ein Test des 3Webgate 3 des österreichischen Anbieters Drei, hinter dem sich das Modell ZTE MF283+verbirgt – mit dem Tarif Hui Flat 30.

Anforderungen

– Gute, stabile Pings

– 30 MBit Upload / 5 MBit Download

– Statische IPv4-Adresse (Serverbetrieb usw.), inkl. Eintragung eines Reverse DNS für den Mailserver

– Bridge-/Routing-Modus (für den Betrieb einer eigenen Firewall, wie auch von Telekom-Routern bekannt)

– Als Alternative für die Bridge: NAT-Modus mit genügend Konfigurationsmöglichkeiten bzgl. Outgoing und Incoming Ports

 

Ergebnisse

Empfang, Ping, Speed

Der Empfang ist natürlich nicht in jeder Gegend optimal, erfreulicherweise reichen aber ca. -75 dBm (3 von 5 Strichen) im LTE für ca. 27 MBit Download und 8 (!) MBit Upload bei einem Ping von ca. 30 – 100 ms. Beim 3Webgate 3 ist es außerdem möglich zwei weitere externe Antennen zu verbinden.

Ein weiterer Test zeigte sogar 30 / 5 Mbit, 28 ms Ping bei nur -83 dBm.

IP, RDNS

Eine statische (fixe) IP ist beim Anbieter gegen 4 € Aufpreis pro Monat erhältlich. Trotz dieses Aufpreises liegt der Tarif noch weit unter dem von Festnetz-/Kabelanbietern. Der RDNS-Eintrag ist seitens Drei möglich.

Bridge Mode

Der Bridge Mode ist zwar in der vorinstallierten Firmware verfügbar, funktioniert aber mit dieser nicht immer einwandfrei. Daher am besten zuerst die aktuelle Firmware von der 3-Website installieren. Hinweis: Die Firmware-Nummerierungen B09, B10 etc. können irritieren – scheinbar müssen sie nicht immer aufsteigend sein…

Sollte der Button bei „Aktueller Modus“ inaktiv sein, hilft ein Refresh der Seite und sofort danach schnelles Klicken auf den Button (ist wohl ebenfalls noch ein FW-Bug). Nach einem Reboot ist der Bridge Mode auf dem LAN-Port 1 aktiv (d.h. hier die eigene Firewall anschließen). Die weiteren Ports sowie das WLAN dienen im Bridge nur für die Konfiguration.

Die Firmware B09 scheint teilweise auf Port 1 noch Probleme mit der Weitergabe der Public-IP zu haben, falls auf der eigenen Firewall DHCP aktiviert ist. Beispielsweise wurde einem Windows-Notebook auf Port 1 die Public-IP 77.x.x.x sofort zugewiesen, während man auf einer Netgear-Firewall die Eintragung manuell vornehmen musste.

Grundsätzlich funktioniert der Bridge-Modus jedenfalls gut.

NAT

Wer keine VPN-Funktionen benötigt und mit den Firewall-Grundeinstellungen (Portforwarding, eingehende/ausgehende Ports sperren, …) auskommt, kann das 3Webgate 3 natürlich auch im NAT-Modus betreiben (Standardeinstellung).

Stromverbrauch

Das Gerät benötigt ca. 2 – 3 Watt im normalen Betrieb – somit sehr sparsam.

 

  [email protected]